
Die SPD im Wahlkreis 009 Nürtingen/Filder hat den Filderstädter Walter Bauer mit überwältigender Mehrheit zum Erstkandidaten im Wahlkreis Nürtingen für die kommende Landtagswahl 2011 gewählt.
Allgemein

Die SPD im Wahlkreis 009 Nürtingen/Filder hat den Filderstädter Walter Bauer mit überwältigender Mehrheit zum Erstkandidaten im Wahlkreis Nürtingen für die kommende Landtagswahl 2011 gewählt.
Im Rahmen einer hervorragend besuchten Mitgliederversammlung in Filderstadt sprachen ihm die insgesamt 74 stimmberechtigten Mitglieder mit 71 Stimmen bei 2 Enthaltungen und 1 Gegenstimme das Vertrauen aus. Zuvor hatte der Filderstädter SPD-Fraktionsvorsitzende in seiner Rede die Ausgangslage dargestellt und betont, dass die Wahl sicherlich nicht einfach werde. Walter Bauer sieht aber auch gute Chancen zu punkten: So lebe er bereits seit Langem in Filderstadt. Hier war er 20 Jahre als Realschullehrer aktiv und habe danach fünf Jahre als Konrektor an der Geschwister-Scholl-Realschule in Nürtingen gearbeitet. Seit nunmehr 10 Jahren leitet er die Immanuel-Kant-Realschule im Leinfelden-Echterdingen.
Walter Bauer wies darauf hin: „Ich identifiziere mich nicht nur mit den Fildern, sondern habe auch als stellvertretender Schulleiter und als Kreisrat Erfahrungen im Altkreis Nürtingen gesammelt.“ Er fuhr fort: „Die Menschen wissen, dass ich auch weiterhin energisch gegen eine mögliche 2. Startbahn und gegen die Aufweichung des Nachtflugverbotes kämpfen werde.“ Daneben liege ihm als Schulleiter natürlich das Thema Bildungspolitik sehr am Herzen.
Als erfahrener Kommunalpolitiker kenne er zudem die vielfältigen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen politischen Ebenen. Die Verbindungen der Kommunalpolitik zur Landes- und Bundespolitik seien vielfältig wie z. B. in der Finanzpolitik, wenn den öffentlichen Händen von den schwarz-gelben Regierungen das nötige Geld weggenommen werde, wenn CDU, FDP und CSU ihre Klientel pflegten. Die Kindergarten- und Schulpolitik seien sehr eng mit der Landespolitik verflochten - und in der Baugesetzgebung, bei der Arbeitsplatzpolitik und bei der Förderung der mittelständischen Betriebe habe der Landtag ebensoviel mitzureden wie in der Sport- und Verkehrspolitik.
Im Anschluss an die Wahl Bauers wählte die Nominierungskonferenz die Nürtinger SPD-Vorsitzende Bärbel Kehl-Maurer ebenso überzeugend zur Zweitkandidatin. Mit einer Zustimmung von ebenfalls mehr als 95 Prozent erzielte sie die gleiche Zustimmung wie zuvor der Erstkandidat. In ihrer Rede setzte Kehl-Maurer ihre Schwerpunkte insbesondere im Bereich der Frauen- und Gleichstellungspolitik.
Nach Meinung des SPD-Kreisvorsitzenden Michael Wechsler werde es schwierig, das Mandat im Wahlkreis für die SPD zu behalten – aber es sei möglich. Wechsler weiter: „Walter Bauer ist ein erfahrener Wahlkämpfer, der hohes Ansehen auch weit über die SPD hinaus hat. Wir vertrauen ihm und werden ihn geschlossen unterstützen – das hat das hervorragende Ergebnis am heutigen Abend gezeigt.“
Vor den eigentlichen Abstimmungen hatte der amtierende Nürtinger Abgeordnete, der SPD-Landesvorsitzende Dr. Nils Schmid, in seiner Rede mit der Politik der CDU/FDP- Regierung abgerechnet. Der amtierenden Regierung warf Schmid vor, sie verbreite Stagnation und Stillstand und sei nicht in der Lage das Land zielstrebig voranzubringen.
„Da geht es zwar auch um den Nachwuchs für die Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit, aber vor allem geht es um sozialdemokratische Urprinzipien: Chancengleichheit und Gerechtigkeit!“, sagte Schmid. Es dürften nicht diejenigen die Zeche für die Finanzkrise zahlen, die am wenigsten dafür könnten.
Als Partner der Bürgerinnen und Bürger will Schmid die SPD profilieren. „Ich bin in diesem Wahlkreis politisch und im wahrsten Sinne des Wortes groß geworden. Daher verdanke ich den SPD-Mitgliedern hier vieles, wofür ich ihnen auch zutiefst dankbar bin.“
„Der Landesvorstand hat – auch nach den Erfahrungen mit vergangenen Wahlkämpfen – den Wunsch geäußert, dass der designierte Spitzenkandidat in einem sicheren Wahlkreis antritt.“
WebsoziCMS 2,8.9 - 108477 -